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Alexander Kristoff gewinnt Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Radklassiker am 1. Mai in Frankfurt


Degenkolb, Kristoff und Baugnies (v.l.) (Quelle: heldmann-images)
Der Sieger: Alexander Kristoff
(Quelle: heldmann-images)
GDN - Der Frankfurter John Degenkolb wollte das Rennen unbedingt zum zweiten Mal gewinnen, aber auch er hatte den Norweger Alexander Kristoff vom Team Katusha als härtesten Konkurrenten auf der Rechnung. Im Zielsprint an der Alten Oper war Kristoff der etwas Stärkere und holte sich den neuen Pokal.
Degenkolb war immer vorne zu finden (Mitte)
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John Degenkolb (Giant-Shimano) muss weiter auf seinen zweiten Sieg bei Rund um den Finanzplatz Eschborn - Frankfurt warten. Dem 25-jährigen Frankfurter blieb bei dem 202,3 Kilometer langen Frühjahrsklassiker in der Sprintentscheidung vor der Alten Oper nur der zweite Platz. Im Sprint einer großen Gruppe setzte sich Mailand-San Remo-Gewinner Alexander Kristoff (Katusha) vor dem Lokalmatadoren durch, der trotz eines starken Finals nicht mehr an dem Norweger vorbeikam. Der 26 Jahre alte Kristoff trat auf der Zielgeraden früh an und überraschte damit Degenkolb, der sich schließlich mit einer halben Radlänge geschlagen geben musste. Der Norweger wurde Nachfolger seines slowenischen Teamkollegen Simon Spilak, der im vergangenen Jahr als Ausreißer triumphiert hatte.
Kristoff (rechts) im Zielsprint nicht zu schlagen
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“Ich habe mich im Rennen nicht gut gefühlt und nicht mit dem Sieg gerechnet, umso mehr freue ich mich über diesen Erfolg. Die letzte Kurve war sehr rutschig, aber ich hatte da eine gute Position“, sagte Kristoff im Ziel. “Ich war an seinem Hinterrad, aber als er richtig antrat, musste ich beißen, um dranzubleiben. Er war einfach stark und ich bin nicht mehr vorbeigekommen“, erkannte ein sichtlich enttäuschter Degenkolb im Interview mit dem hr-Fernsehen. “Platz zwei ist keine Schande, aber klar, wenn man so weit vorne ist, will man sein Heimrennen auch gewinnen.“
Baugnies ungefährdet auf Platz 3
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Mit deutlichem Abstand hinter dem Spitzenduo sicherte sich der Belgier Jerôme Baugnies (Wanty-Groupe Gobert), der 2011 Zweiter hinter Degenkolb geworden war, vor seinen beiden Landsleuten Pieter Jacobs und Thomas Sprengers (Topsport Vlaanderen) den dritten Platz. Eine hervorragende Leistung lieferte Rick Zabel ab, der im Trikot der Nationalmannschaft als zweitbester Fahrer Platz sechs belegte, gefolgt vom dreifachen Deutschen Meister Fabian Wegmann - ebenfalls Nationalteam - und Jan Dieteren (Team Stölting), dem vierten Deutschen unter den besten Zehn. Die wurden komplettiert vom Polen Barlomiej Matysiak (CCC Polsat) und dem Franzosen Benoit Jarrier (Bretagne-Sèchè).
Spitzengruppe am Mammolsheimer Berg
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Während des gesamten Rennens war eine kleine Spitzengruppe vor dem Hauptfeld unterwegs, zeitweise betrug der Vorsprung rund drei Minuten. Da Giant-Shimano, das Team von Degenkolb, es nicht geschafft hatte, einen Fahrer in dieser Gruppe zu schicken, mussten sie in der Verfolgung dafür sorgen, dass der Abstand nicht zu groß wird. John Degenkolb machte selbst viel der Verfolgungsarbeit und war immer vorne im Hauptfeld zu sehen. Möglicherweise, so meinte er in der Pressekonferenz nach dem Rennen, habe er dabei zu viel Kraft gelassen, die ihm dann fehlte, um den Antritt Kristoffs noch zu kontern.
Team Katusha bereitet den Sprint vor
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Hinzu kam, dass sich das Team des Siegers schon auf der letzten der drei Runden im Gewitterregen rund um die Frankfurter Alte Oper gut positionierte. Degenkolb dagegen hatte nur noch einen Helfer an seiner Seite. Katusha brachte seinen Spitzenfahrer in eine gute Ausgangsposition, die er für seinen ersten Sieg bei dem Radklassiker am 1. Mai nutzen konnte. Der ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis gerechnete zweite von “Rund um Köln“, Gerald Ciolek, spielte im Zielsprint keine Rolle. John Degenkolb nannte abschließend als sein wichtigstes Ziel vor der Tour de France die Deutschen Meisterschaften am letzten Juniwochenende in Baunatal und Edermünde. “Ich will die Tour de France im Trikot des Deutschen Meisters fahren“, formulierte er sein Ziel.
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