Kultur
Jago, der neue Michelangelo
Jago Museum Naples Italy

Jago Museum Naples Italy (Quelle: Roberto Magni Daniela Comi By Foto ReD Photographi)
GDN -
Die Werke von Jago erzählt durch das Licht, das Objektiv und die Sensibilität der Foto ReD Photographic Agency.
Wir von der Foto ReD Photographic Agency hatten das Privileg, die Werke eines der einflussreichsten und visionärsten Künstler der zeitgenössischen Kunstszene aus nächster Nähe zu dokumentieren: Jago, oft als „der neue Michelangelo“ bezeichnet. Seine Skulpturen im Jago Museum in Neapel zu fotografieren, war nicht nur ein beruflicher Auftrag, sondern eine immersive Reise in das Herz der modernen Bildhauerei, wo sich Tradition mit der Sensibilität unserer Zeit verbindet und das Material zu pulsieren scheint.
Wir von der Foto ReD Photographic Agency hatten das Privileg, die Werke eines der einflussreichsten und visionärsten Künstler der zeitgenössischen Kunstszene aus nächster Nähe zu dokumentieren: Jago, oft als „der neue Michelangelo“ bezeichnet. Seine Skulpturen im Jago Museum in Neapel zu fotografieren, war nicht nur ein beruflicher Auftrag, sondern eine immersive Reise in das Herz der modernen Bildhauerei, wo sich Tradition mit der Sensibilität unserer Zeit verbindet und das Material zu pulsieren scheint.
Jago, der Bildhauer, der die Tradition erneuert
Von vielen als einer der größten Marmorschnitzer unserer Epoche angesehen, hat Jago – Pseudonym von Jacopo Cardillo – dank einer Sprache, die klassische Technik und zeitgenössische Vision mühelos vereint, einen bedeutenden Platz in der internationalen Kunstwelt erobert. 1987 geboren, wählte er einen unabhängigen Weg, frei von Akademien und Konventionen, und baute eine Karriere auf, die auf Forschung, Disziplin und einer außergewöhnlichen Fähigkeit basiert, mit der Kunstgeschichte zu dialogisieren, ohne von ihr erdrückt zu werden.
Die Bezeichnung „neuer Michelangelo“ ist kein bloßes Schlagwort: Sie entspringt seiner absoluten Beherrschung des Marmors, seiner fast chirurgischen anatomischen Präzision und seiner Fähigkeit, ein hartes, unbewegliches Material in etwas Lebendiges, Pulsierendes, fast Atmendes zu verwandeln. Seine Werke behandeln universelle Themen – Geburt, Tod, Verletzlichkeit, Macht – mit einer Intensität, die zutiefst unserer Zeit entspricht und dem Betrachter zugleich Staunen und Unbehagen vermittelt.
Ein Talent, das Materie und Emotion formt
Was Jago einzigartig macht, ist seine Fähigkeit, Stein in einen Körper unter Spannung zu verwandeln, in einen Organismus, der sich zu bewegen, zusammenzuziehen oder den Atem anzuhalten scheint. Jede Skulptur wirkt wie ein Schwebezustand zwischen formaler Perfektion und emotionaler Zerbrechlichkeit: hervortretende Adern, Hautfalten, die Geschichten erzählen, zurückgehaltene Ausdrücke, die mehr sagen als tausend Worte.
In seinen Händen wird Marmor zu einer universellen Sprache – einer Sprache, die keine Übersetzung braucht, weil sie direkt zur Seele spricht.
Für uns Fotografen war es eine faszinierende Herausforderung, diese Komplexität einzufangen: Das Licht gleitet über die gemeißelten Oberflächen und enthüllt Details, die nur ein geschultes Auge erkennt. Jede Aufnahme wird zu einem Mittel, die emotionale Tiefe des Werks, seine innere Vibration und seine fast menschliche Präsenz zu vermitteln.
Das Jago Museum: ein neuer kultureller Bezugspunkt im Herzen Neapels
Im Viertel Vergini in Neapel befindet sich das Jago Museum, ein permanenter Ausstellungsraum, der dem Künstler gewidmet ist. Untergebracht in der eindrucksvollen Kirche Sant’Aspreno ai Crociferi, wurde das Museum in einen Ort verwandelt, an dem künstlerische Schöpfung und Publikumserlebnis harmonisch koexistieren – eine Atmosphäre zwischen Sakralität und zeitgenössischer Vision.
Die klare und strenge Gestaltung schafft einen kraftvollen Dialog zwischen den Skulpturen und der sakralen Architektur. Dies ist kein traditionelles Museum, sondern ein lebendiges Labor, in dem der kreative Prozess Teil des Besuchererlebnisses wird. Hier zu fotografieren bedeutet, in eine dichte, kontemplative Atmosphäre einzutauchen, in der die Stille des Steins auf die Spiritualität des Raumes trifft.
Unter den ausgestellten Werken stechen hervor:
• Il Figlio Velato (Der Verschleierte Sohn), eine der ikonischsten und bewegendsten Skulpturen des Künstlers, ein Meisterwerk, das Schwerkraft und Materie zu überwinden scheint
• Habemus Hominem, eine kraftvolle Reflexion über Geburt, Macht und menschliche Zerbrechlichkeit
• First Baby, ein Symbol menschlicher Verletzlichkeit, ein Marmorneugeborenes, das zu pulsieren scheint
• weitere Installationen, die sich im Laufe der Zeit verändern und Jagos künstlerischer Entwicklung folgen
Unsere fotografische Arbeit: Technik, Ausrüstung und Vision
Um die visuelle Kraft von Jagos Werken bestmöglich zu vermitteln, haben wir einen fotografischen Ansatz gewählt, der bis ins kleinste Detail verfeinert ist. Unsere Priorität war es, die Natur der Skulpturen zu respektieren und ihre Dreidimensionalität, die Textur des Marmors und ihre emotionale Intensität hervorzuheben.
Professionelle Ausrüstung
Wir verwendeten professionelle Canon-Kameragehäuse und -Objektive, ideal für:
• maximale Schärfe
• naturgetreue Farbwiedergabe
• perfekte Kontrolle von Licht und Schatten
• gezielte Tiefenschärfe zur Hervorhebung von Details
Die lichtstarken Objektive ermöglichten es uns, auch mit natürlichem Licht zu arbeiten und die einzigartige Atmosphäre der Kirche zu nutzen, ohne sie zu verfälschen.
Technik und Ansatz
Unsere Methode basiert auf drei grundlegenden Prinzipien:
Respekt vor dem Kunstwerk Jede Aufnahme ist so gestaltet, dass sie die Skulptur nicht überlagert, sondern begleitet. Fotografie wird zum Medium, nicht zum Zweck.
Die Suche nach dem perfekten Licht Wir haben sorgfältig untersucht, wie natürliches und Umgebungslicht den Marmor streichelt und Volumen und Kontraste erzeugt, die die Meisterschaft des Künstlers offenbaren.
Visuelles Storytelling Wir dokumentieren nicht einfach – wir erzählen. Jede Aufnahme ist darauf ausgelegt, die gleiche Emotion zu vermitteln, die man beim Betrachten des Werks empfindet: seine Präsenz, seine Kraft, seine Poesie.
Ein Bezugspunkt für zeitgenössische Kunst
Heute ist das Jago Museum eines der dynamischsten kulturellen Zentren der Stadt. Neapel, mit seiner vielschichtigen Geschichte und lebendigen Energie, erweist sich als idealer Ort für einen Künstler, der Materie nutzt, um die Gegenwart zu hinterfragen.
Jagos Präsenz in der Stadt stärkt die Rolle Neapels als Zentrum zeitgenössischer künstlerischer Produktion, das Besucher, Forscher und Kunstliebhaber aus aller Welt anzieht.
Für uns von der Foto ReD Photographic Agency war die fotografische Dokumentation dieses Ortes sowohl eine Ehre als auch eine Verantwortung: Jede Aufnahme ist eine Hommage an einen Künstler, der die Sprache der Bildhauerei neu definiert und mit seiner Vision einen unauslöschlichen Eindruck in der Kunstgeschichte hinterlässt.
weitere Informationen: https://www.redmagazine.red
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